International Conference on Governance of Religious Diversity: Comparing Models, Sharing Best Practices, and Deepening Bilateral and International Cooperation for Peaceful Coexistence

(C) Helene Ziegler

Am 29. April 2026 fand in der Sky Lounge der Universität Wien die internationale Konferenz „Governance of Religious Diversity Comparing Models, Sharing Best Practices, and Deepening Bilateral and International Cooperation for Peaceful Coexistence“ statt. Die gemeinsam vom österreichischen Ministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA) und dem Forschungszentrum „Religion and Transformation“ (RaT) organisierte Veranstaltung brachte internationale Expert*innen aus Wissenschaft, der Zivilgesellschaft und den Religionsgemeinschaften zusammen, die in den zahlreichen Beiträgen Best-Practice-Beispiele für die Governance von religiöser Vielfalt präsentierten. Den Schwerpunkt der Veranstaltung bildete der Austausch von Erfahrungen zwischen Österreich und Indonesien, da die Konferenz im Rahmen des 9. Österreichisch-Indonesischen Interreligiösen Dialogs organisiert wurde.

Die Veranstaltung wurde durch eine Ansprache von Vizerektorin Prof. Manuela Baccarini eröffnet, die in ihrer Rede die Bedeutung der Religionsforschung für die Universität Wien unterstrich, gefolgt von Ansprachen von Dr. Alexander Wojda, dem Leiter der Abteilung für Wissenschaftliche Zusammenarbeit und den Dialog der Kulturen und Religionen beim BMEIA, und Botschafter Heru Hartanto Subolo vom indonesischen Außenministerium.

Im Anschluss an die Eröffnungsworte präsentierten vier Vertreter*innen von in Österreich gesetzlich anerkannten Religionsgemeinschaften die aktuellen Chancen und Herausforderungen des interreligiösen Dialogs in Österreich: Bischof Werner Freistetter von der Katholischen Kirche, Bischöfin Cornelia Richter von der Evangelischen Kirche A.B. und die Präsidenten der Islamischen Glaubensgemeinschaft und der Buddhistischen Religionsgesellschaft, Ümit Vural und Gerhard Weißgrab.

Daran anschließend wurden im Verlauf des Tages in insgesamt vier thematischen Panels unterschiedliche Aspekte der Thematik beleuchtet: Zunächst ging es um rechtliche und institutionelle Rahmenbedingungen der Governance von religiöser Vielfalt. Das zweite Panel widmete sich der Bildung als Instrument für sozialen Zusammenhalt, während das dritte die Zusammenarbeit zwischen Staat und Zivilgesellschaft zur Prävention von Radikalisierung in den Blick nahm. Abschließend diskutierte das vierte Panel die Rolle von Religion in der Außenpolitik und zeigte, wie interreligiöser Dialog internationale Diplomatie bereichern kann.

In ihren Schlussworten rundeten die beiden Hauptorganisatoren der Konferenz, Prof. Kurt Appel (RaT) und Alexander Rieger (BMEIA) mit einer Synthese der präsentierten Ansätze ab und betonten noch einmal die Wichtigkeit von Partnerschaftlichkeit und Dialog für ein friedliches Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen und Religionsgemeinschaften.

Zum Abschluss des Tages konnten die Teilnehmer*innen die Konferenz bei einem mit freundlicher Unterstützung der Stadt Wien organisierten Abendempfang im Rathaus ausklingen lassen.