OA-Interdisciplinary Journal for Religion and Transformation in Contemporary Society (JRAT)

Das Interdisciplinary Journal for Religion and Transformation in Contemporary Society - JRAT ist eine interdisziplinäre, internationale, online Open-Access Zeitschrift mit peer-review Verfahren. Sie wurde im Jahr 2015 gegründet, um die thematischen Schwerpunkte des Forschungszentrums „Religion and Transformation in Contemporary Society“ (RaT, Universität Wien) in die internationale Diskurslandschaft einzubringen. Jede Ausgabe von JRAT hat einen klar bestimmten thematischen Fokus, der von verschiedenen Disziplinen in den Blick genommen wird

Das Ziel des Journals besteht in der wissenschaftlichen Thematisierung des Einflusses von Religionen auf kulturelle, politische, rechtliche, ästhetische und geistige Dynamiken in globalisierten Gesellschaften. Umgekehrt wird die Bedeutung von aktuellen gesellschaftlichen Transformationsprozessen auf Religionen und religiöse Ausdrucksformen untersucht. Die Wechselwirkung von religiösen und gesellschaftlichen Veränderungen verlangt ein Zusammenwirken unterschiedlicher wissenschaftlicher Disziplinen und eröffnet eine Sphäre interdisziplinärer Forschung. An dieser haben sowohl Theologien verschiedener Konfessionen und Religionen (Katholisch, Orthodox, Evangelisch, Islamisch etc.) als auch Religionswissenschaft, Religionsphilosophie, Religionssoziologie, Rechtswissenschaft, Sozialwissenschaft, Judaistik, Islamwissenschaft, Indologie, Tibet- und Buddhismuskunde etc. teil.

Die Editoren von JRAT setzen sich aus Mitgliedern des Forschungszentrums RaT zusammen.

Chefredakteur des Journal ist Jakob Deibl. Lisa Achathaler, Martin Eleven, Anna Kontriner und Daniel Kuran sind redaktionelle MitarbeiterInnen.

Der herausragende internationale Editorial Board unterstützt die Zusammenarbeit von Wissenschaftlerinnen, steht mit seiner Expertise dem Herausgeberteam zur Verfügung und garantiert sowohl eine breite Sphäre der Forschung als auch eine entsprechende Dissemination der Forschungsergebnisse.

Kontakt: j-rat@univie.ac.at

Eine Print-Ausgabe kann über die Verlagshomepage bestellt werden.

 

CALLS FOR PAPERS

J-RaT-Homepage bei Open Journal Systems

J-RaT-Homepage beim Verlag Vandenhoeck & Ruprecht

Ausgabe 7: The Crisis of Representation

Der Ausdruck “Crisis of Representation”, der durch M. Foucault große Aufmerksamkeit erlangte, steht im Mittelpunkt dieser Ausgabe. Die Krise wird dabei nicht allein in politischer und ökonomischer, sondern auch in kultureller, ästhetischer und religiöser Hinsicht betrachtet. Die Untersuchung dieses komplexen und vielschichtigen Phänomens verlangt eine interdisziplinäre Form der Annäherung. Die Beiträge der AutorInnen stammen aus den Bereichen Philosophie und Theologie sowie aus den Sozial-, Religions-, und Islamwissenschaften. Sie legen in disziplinenübergreifender Weise den Fokus auf die politische, religiöse, gesellschaftliche und ökonomische Dimensionen der Krise und beziehen sich auf gegenwärtige philosophische und postkoloniale Debatten. Zum einen zielen die Beiträge des Bandes auf eine Untersuchung des Wesens der Krise der Repräsentation ab, um dieser einen theoretischen Rahmen zu geben; zum anderen verstehen sie die Krise der Repräsentation als eine Kategorie, die geeignet erscheint, um religiöse und gesellschaftliche Transformationen zu untersuchen.

Ausgabe 6: Moralities of Warfare and Religion

Die Beiträge der sechsten Ausgabe des Interdisciplinary Journal for Religion and Transformation in Contemporary Society erörtern das Thema Kriegsmoralitäten und Religion aus einem langfristigen historischen Blickwinkel. Die Ausgabe bringt WissenschaftlerInnen verschiedener Disziplinen – Geschichte, Theologie, Literaturwissenschaft, Philosophie und Soziologie – zusammen, um neueste Ergebnisse zur Kriegstheorie und zu Kriegserfahrungen insbesondere mit Blick auf Religion zu präsentieren. Durch die Fokussierung auf das Kommitment von Kombattanten und das Kommitment, den Frieden zu stärken, bietet die Ausgabe eine frische und immer noch ungewöhnliche Perspektive. Sie wird weiterführende Diskussionen zum moralischen Kommitment in der Kriegsethik, zur Rolle von Religion im Krieg und zu den Aussichten einer Friedensethik befördern. Religion spielte eine große Rolle für Kombattanten und Nicht-Kombattanten im Ersten Weltkrieg, der „Urkatastrophe“ (George Kennan) des 20. Jahrhunderts. Religion war und bleibt ein facettenreicher und beständiger Aspekt der Kriegsführung, in mancherlei Hinsicht auch eine den Frieden befördernde Art und Weise die Welt zu sehen.

 

Inhaltsverzeichnis

Ausgabe 5: Religion, Transformation and Gender

Die fünfte Ausgabe des Interdisciplinary Journal for Religion and Transformation in Contemporary Society (J-RaT) widmet sich schwerpunktmäßig dem Thema Religion, Transformation und Geschlecht.  Im Fokus stehen einerseits religiös-kulturelle Transformationsprozesse und ihre Auswirkungen auf Geschlechterrollen, Gender-Konstrukte und Gender-Repräsentationen und andererseits Geschlechtstransformationen, die im Kontext bestimmter religiöser Traditionen verortet sind. Transformation wird dabei verstanden als Wandel, Veränderung, Neuformatierung. Die vielschichtigen Zusammenhänge zwischen Religion, Transformation und Geschlecht konkretisieren sich in einer Fülle von materiellen und symbolischen Phänomenen und werden ausgehend von unterschiedlichen fachspezifischen und methodischen Zugängen beleuchtet.

 

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Ausgabe 4: Religion and Migration

Innerhalb der letzten Jahre hat sich die Thematik der Religion im Kontext von Migration zu einer Schlüsselthematik für Gesellschaft und Politik entwickelt. Seit dem Beginn der sogenannten »Flüchtlingskrise« 2015 intensivierte sich auch der wissenschaftliche Diskurs über dieses kontrovers diskutierte Feld. Die vierte Ausgabe des »Interdisciplinary Journal for Religion and Transformation in Contemporary Society« widmet sich dem komplexen Phänomen aus interdisziplinärer Perspektive. Renommierte Experten aus Religionswissenschaft, Politikwissenschaft, Bildungswissenschaft und Theologie sowie VertreterInnen aus Christentum und Islam reflektieren u. a. die Transformationsprozesse von Diasporagemeinden und subjektiven Religiositäten, den Diskurs über Religion in der Politikwissenschaft und den Beitrag von Theologie zu den politischen Herausforderungen in den Migrationsgesellschaften Europas. Die Beiträge geben exemplarische Einblicke in das plurale und vielschichtige religiöse Feld Europas, das durch Migration tiefgreifend verändert wird.

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Ausgabe 3: Religious Fundamentalism

Fundamentalismus ist ein drängendes und unausweichliches Thema der gegenwärtigen Gesellschaft. Obwohl die Forschung zu religiösem Fundamentalismus in den letzten Jahren stark zugenommen hat, ist eine interdisziplinäre und systematische Untersuchung der theoretischen Grundlagen von Fundamentalismen, ihrer globalpolitischen Konsequenzen und ihrer Bedeutung in einer weltweit vernetzten Gesellschaft noch ausständig. Die dritte Ausgabe des Interdisciplinary Journal for Religion and Transformation in Contemporary Society setzt sich mit gegenwärtigen Formen religiöser Fundamentalismen aus einer interdisziplinären und interkonfessionellen Perspektive auseinander. Die Artikel fragen sowohl nach den Voraussetzungen und theoretischen Hintergründen religiöser Fundamentalismen als auch nach konkreten Ausformungen von Fundamentalismus in verschiedenen Religionen. Im Kontext aktueller Ereignisse sind der islamische Fundamentalismus, Dschihadismus sowie die Beziehung zwischen Fundamentalismus und Internet zentrale Themen. Eine weitere wichtige Thematik ist die Herausforderung, die Fundamentalismus für die religiöse Bildung darstellt. Darüber hinaus konzentriert sich ein großer Teil der Beiträge auf die Suche nach kritischen Ressourcen gegen religiösen Fundamentalismus, die nicht zuletzt in den religiösen Traditionen selbst gefunden werden können.

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Ausgabe 2: Institutional Responses to Religious Diversity

Die zweite Ausgabe des Interdisciplinary Journal for Religion and Transformation in Contemporary Society – J-RaT beschäftigt sich mit der Frage, wie etablierte Institutionen mit zunehmender religiöser Diversität umgehen. Ausgehend von einem breiten Institutionenbegriff, der sowohl staatliche Einrichtungen (Krankenhäuser, Gefängnisse und das Militär) und Regierungen selbst sowie Religionsgemeinschaften als institutionelle Akteure umfasst, werden aktuelle Herausforderungen religiöser Diversität behandelt. Das Heft umfasst Beiträge aus verschiedenen europäischen Kontexten (Spanien, Frankreich, Großbritannien, Belgien, Deutschland, Österreich), in denen sowohl das Thema innerkonfessioneller Diversität als auch durch wachsende Religionsvielfalt entstehende Konfliktfelder thematisiert werden.

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Ausgabe 1: Religion in a post-secular world

Die erste Ausgabe des Interdisciplinary Journal for Religion and Transformation in Contemporary Society (J-RaT) widmet sich in besonderer Weise dem Thema »Religion in post-säkularer Welt« und zielt darauf ab, die unterschiedlichen Interaktionen von sozialen Transformationsprozessen und Religionen nicht nur in post-säkularen europäischen Kontexten, sondern auch im erweiterten Rahmen der Globalisierung zu analysieren. Insbesondere werden die verschiedenen Bedeutungen und Aspekte der Kategorie von Säkularisierung und Post-Säkularisierung in verschiedenen kulturellen Kontexten untersucht, um Analogien und Unterschiede innerhalb heutiger globaler Prozesse aus verschiedenen wissenschaftlichen Perspektiven darzustellen.
 
Neben diesem Schwerpunkt analysieren einige Beiträge die paradigmatischen Veränderungen in unseren symbolisch-kulturellen Ordnungen, auf juridische, gesellschaftlich-kulturelle, politische, theologische und religionsphilosophische Herausforderungen und deren Beziehungen zu religiösen Transformationen.

Inhaltsverzeichnis

Weiterer Veröffentlichungsplan

  • Religious Experience, Secular Reason and Politics around 1900 (Publikationsdatum: Herbst 2019)
  • Religion, Social Imaginaries and Borders (Publikationsdatum: Dezember 2019)
  • Contemporary Challenges to Religious Concepts of Law (Publikationsdatum: Herbst 2020)